Samstag,   04.09.2010
 
"TRÄUME" - Das neue JAHRESPROGRAMMHEFT 2010 ist da! Bald auch hier online einsehbar!!!!







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BLUTSBRÜDER - Kanutour auf der Lahn Dies ist die wahre Geschichte von 21 Blutsbrüdern, die aufbrachen ein Abenteuer zu erleben. Vier Tage und vier Nächte liegen vor uns als wir in Wetzlar den reißenden Fluss in Augenschein nehmen. Gut, dass unsere selbstgebauten Kanus mit allen Wassern gewaschen sind. Sie waren noch zu Hause getauft worden, bevor sie vom Stapel liefen. Die Probefahrt auf dem Grambker See verlief ohne große Probleme. Jetzt aber liegen die neun Kanadier in der wilden Lahn und über 70 Flusskilometer liegen vor uns. Gefahren lauern überall: vor herabstürzenden Wehren, in wirbelnden Stromschnellen und an tückischen Ufern. Doch wir sind füreinander da. Das haben wir uns geschworen, als wir uns Indianernamen vom Stamme St. Martini gaben. „Flinker Biber“ erweist sich schnell als flinker Schleusenwärter, der uns fortan durch jede Flussenge lotst. Nach lebensgefährlichem Anlegen gegen den Strom, schlagen wir unser Lager in Scholeck auf. „Schützender Spieler“ hat ruck-zuck Kleinholz und Feuer gemacht. „Bunte Feder“ kocht Frikassee, denn „Kugelblitz“ und „Schneller Puma“ hatten gerade ein paar Hühnchen gerupft. Gut gesättigt schlafen die jungen Blutsbrüder ein. Die Alten wärmen sich noch nach Mitternacht am lodernden Feuer. „Der im Garten Rumsitzende “hat vorgesorgt und mit bloßer Hand fünf Meter-Scheite gespaltet. Nach der ersten Nacht erwachen wir vor Sonnenaufgang. Ein wohliger Duft zieht durch das Lager. „Schleichender Biber“ hat den ersten Zaubertrank gebräut. Ein edles, braunes Gesöff, das die Sinne der Alten schärft. Die Jungen sind schnell wieder am Fluss und lesen den Strom. Denn die nächsten 24 Kilometer bis Odersbach haben es in sich. „Fliegender Kurier“ stemmt sich im Strom gegen einen Riesenfelsen. Das Paddel bricht, doch es geht weiter. Auch für „Wachsames Auge“. Sein Paddel konnte er retten, doch es erwischt sein Boot, als ein unsichtbarer Stein plötzlich unter einer Stromschnelle auftaucht. Wie gut, dass „Stiller Puma“ in seinem Boot sitzt. Er rettet ihm Boot und Leben, als er in einer Schleuse, eingekeilt von einem Raddampfer, die rettenden Schläge ansetzt. Die Strategie der Blutsbrüder geht auf. Ein Spähboot übernimmt die Führung der Flotte. „Segelnder Adler“ und seine Schlagmänner „Schneller Gepard“ und „Kickender Pfannkuchen“ sehen alles als Erste. Die Schönheiten des Stroms zwischen Westerwald und Taunus, aber auch die Gefahren, wie den unheimlichen Schifffahrtstunnel. Den einzigen Deutschlands. 200 Meter lang, Fledermaus behangen und stockdunkel. Was die drei nicht sehen erspäht „Luxauge“. Todesmutig taucht er am Rastplatz in die Fluten. Mit Hemd und Hose; pardon Lendenschurz. Mit bloßem Auge hatte niemand etwas kommen sehen. Irgendjemand muss sich unter unseren Kanus zu schaffen gemacht haben. Nach sechs Stunden Paddelei endet der zweite Tag mit einem Bad für alle in der Lahn. „Der Schamane“ führt die Blutsbrüder in Odersbach in den klirrend-kalten Strom. Am Abend schickt uns „Einzelner Zwilling“ in den Düsterwald, wo schreckliche Werwölfe ihr Unwesen treiben. Apropos treiben; das ist das Motto für Tag 3 auf der Lahn. „Glühende Pfanne“ hat die ideale Liegeposition im Kanu gefunden. Nur „Flinker Wiesel“ lässt nicht locker und übernimmt in seinem Boot das Steuerkommando. „Schatzsuchender Ziegenbock“ singt und spielt uns mit der Laute -wie an jedem Abend- in den wohlverdienten Schlaf. Knappe 17 Kilometer haben wir am vierten und letzten Paddeltag zu bewältigen. Wir haben alles im Blick und uns haben welche im Auge. „Der mit dem Ball tanzt“ verdreht den Squaws in der Schleuse die Augen und das liegt mit Sicherheit nicht nur an seinem Boot. Sein Vater wird sogar vom Glück geküsst. „Der mit dem Boot kämpft“ kämpft anfangs auch mit den Würfeln, doch am Ende lebt er beim Meiern am längsten. Nach einer aufregenden Abenteuertour auf der Lahn schlummern 21 Blutsbrüder seelenruhig im Zielort Diez ein und träumen im Lager schon vom nächsten großen Abenteuer. Dann auch wieder mit „Freundliches Nilpferd“, „gefährlicher Skorpion“ und „Fliegender Adler, die während unserer Tour zu Haus das selbstgebaute Tippi bewacht haben. Alle für einen. Einer für alle. „Fliegender Kurier“.

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