Samstag,   04.09.2010
 
"TRÄUME" - Das neue JAHRESPROGRAMMHEFT 2010 ist da! Bald auch hier online einsehbar!!!!







Wenn sie ab und an über Neuigkeiten aus der Kinder- und Jugendarbeit informiert werden möchten, dann tragen sie bitte hier ihre E-mail Adresse ein.
 



Das Jahresthema 2008 „WORTE“ geht zuende, da startet noch kurz vor Toresschluss ein ganz besonderes Projekt rund um Texte, Worte und Gedanken, das zudem den beteiligten 18 Jugendlichen auch die Vorbereitung auf ihre Konfirmation ermöglicht. Mit einem ersten Treffen und der Vorstellung eigener Lieblingsbücher eröffnete die Gruppe und ihr Leitungsteam Jana Kück, Jan Quandt, Lars Constien, Finn Wöbking und Dieter Niermann das gut 1,5 Jahre dauernde Vorhaben. Schon bald danach, zu Beginn der Weihnachtsferien fand eine Übernachtungsaktion im Gemeindehaus statt. Der „Club der toten Dichter“ stellt bei jedem Treffen immer eine Person, einen Dichter oder Autor in den Mittelpunkt. Ein Buch oder auch nur ein kurzer Text regt an, gemeinsam aktiv zu werden, Themen zu bedenken oder selber etwas zu verfassen. Mit „Hallo Mister Gott, hier spricht Anna“ von Fynn ließen wir uns auf das Thema „Begegnungen und ihre Folgen“ ein. Bei einem Schreib- und Erzählspiel lernten wir uns intensiv kennen und überlegten in einem zweiten Schritt, was für Erlebnisse wohl die Menschen zur Zeit der Bibel gehabt haben. Das nächste „Dichter-Treffen“ drehte sich dann um den polnischen Arzt, Schriftsteller und Pädagogen Janusz Korczak, der mit den Kindern seines jüdischen Waisenhauses 1943 im KZ Treblinka vergast wurde. Bei knapp 10 unserer Treffen findet sich am Tag zuvor eine Gedenkanzeige in der NORDDEUTSCHEN, die uns mit dem Text und der Person des Abend vertraut macht und den Ort nennt, an dem das nächste Treffen stattfindet. Und so standen dann an einem frostigen Spätnachmittag im Januar die „toten Dichter“ auf dem Goldbergplatz. Schnee lag, es war schon dunkel, -und wir hörten Texte aus einem Buch von Korczak mit dem Titel „ALLEIN MIT GOTT – Gebete eines Menschen der nicht betet“. Wie ein Mensch mit Gott spricht, -das macht auch deutlich, welches Bild von Gott, welche Gottesvorstellung er hat. Nach einer kurzen Besinnung um Ehepaar Goldberg gingen wir an den beiden Stolpersteinen in der Bremerhavener Heerstraße vorbei zurück zum Gemeindehaus und widmeten uns der Frage nach den Gottesvorstellungen intensiver. Sechs weitere Gebete von Janusz Korczak, aber auch viele biblische Textstellen und unsere eigenen Vorstellungen trugen wir zusammen und tauschten uns darüber aus. Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es dann an eigene Texte; in Form eines „Elfchens“ (Gedicht mit elf Worten nach einem festen Schema) versuchte jede und jeder von uns eine Gottesvorstellung, ein Gottesbild in Worte zu fassen. Vier Kostproben, - vielleicht auch als Anregung, selber einmal zum Stift zu greifen: GOTT immer, überall ohne ihn nichts jeder Mensch braucht ihn -Leben- ****************** GOTT seine Hand mächtig und groß wie Sonne und Schild -Geborgenheit- ****************** GOTT aller Götter Herr über Könige der Geheimnisse offenbaren kann -großartig- ****************** GOTT mach’s flott Himmel und Erde beides aus deiner Hand -Dank-

[zurück]